Familie Fink mit Indra

Als mein Mann am 29.12.2017 Indra zum ersten Mal in seinen Händen hielt, war es um ihn geschehen…

Für mich wäre eigentlich klar gewesen: 4 Havi-Mädels und 1 Labrador-Hündin reichen und sind genug…

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

In der 8. Lebenswoche erlag auch ich dem Charme und der Fröhlichkeit von Indra. Meine Bedenken, ob ich nochmals „von vorne“ beginnen möchte mit Erziehung, Prägung, Stubenreihnheit, weiteren schlaflosen Nächten etc. traten in den Hintergrund und ich wusste, dass ich bereit und auch fähig bin, dies mit einem 5. Havi nochmals zu schaffen.

Und genau so war es auch: Indra gehörte vom ersten Moment an zur Familie, denn schliesslich ist sie auch das Kind von Baia, das Grosskind von Lubi, das Urgrosskind von Chicca und die Halbschwester von Flake. So half die ganze „Grossfamilie“ mit und Indra sorgte für frischen Wind und Lebensfreude.

Im Rudel fühlte sich Indra stark und sicher, denn sie wusste genau, dass ihr nichts passieren kann und sie von allen, inkl. Finca „geschützt“ wird. Abrufen in der „freien Wildbahn“ war jedoch nur Im „Schlepptau“ von Mama Baia möglich. Also musste mit ihr noch alleine geübt und trainiert werden mittels Einzelprägung, Bindung aufbauen und Welpenschule. Dies vermittelte ihr dann auch die nötige alleine Sicherheit und verstärkte die Bindung zu uns Menschen.

Am 29.12.18 wurde nun unsere jüngste Maus bereits ein Jahr alt und ich habe den Entschluss, dass sie bei uns geblieben ist, noch keine Sekunde bereut. Noch viele Flausen hat sie im Kopf, auch noch die „Eierschalen“ hinter den Ohren, mit ihrem Schalk in den Augen kann man jedoch nie lange „böse“ sein (auch wenn sie hin und wieder einen Finken untauglich macht). Es gibt keinen Tag, an welchem wir nicht herzhaft über sie und unsere anderen Hunde lachen können und beim gegenseitigen spielen und herumtollen geht uns das Herz auf.

Was ich den jeweiligen neuen Havi-Familien erzähle kann ich erneut bestätigen: ein Havi erzieht sich (beinahe) von alleine, es benötigt sehr wenig: Vertrauen, Liebe, Bindung zu den Menschen, Geduld und Konsequenz. (wobei dieses Thema bei diesen kleinen runden Kulleraugen nicht immer ganz einfach ist). Wenn dies alles geschafft ist, hat man einen treuen Vierbeiner zur Seite, welchen man überall hin mitnehmen kann und ein langes Hundeleben nur Freude und Glück bedeutet. Dies erleben wir tagtäglich hoch 6 und möchten wir trotz vielen Verzichten nicht missen und mit nichts um der Welt tauschen.