Lisa und Daniel mit Karuso-Charlie

Erfahrungsbericht von Charlie (Karuso)

Am Montag, den 19. November 2018 war es soweit. Wir durften, nach wochenlanger Vorbereitungszeit, endlich unseren kleinen neuen Schatz bei Euch abholen. Nach vielen Besuchen und unzähligen Fragen unsererseits, welche von Euch stets geduldig und ausführlich erklärt wurden, fühlten wir uns mehr als bereit für diese neue Aufgabe und sehnten diesen Tag quasi seid dem ersten Besuch bzw. seit eurer Zusage herbei.

Es brach mir fast das Herz, liebe Monika, als ich sah, wie nah die der Abschied von Karuso ging. Aber spätestens da wusste ich, dass wir uns für keine bessere Zucht hätten entscheiden können. Es liegt nichts als das Wohl der Hunde am Herzen und das spürten wir bei jedem Besuch sehr.

So, nun durften wir unseren Charlie endlich zu uns holen und trotz der ganzen Aufregung schlief er sobald wir auf der Autobahn waren ein und erwachte erst in Solothurn wieder wo er aber dann sogleich sein Frühstück über den Kuschelsack, meine Hosen und den Beifahrersitz erbrach. Wir legten einen kurzen Stopp ein um alles zu putzen und konnten dann ohne weiteren Zwischenfälle bis nach Hause in Büren weiterfahren.

Charlie fand sich von Anfang an sehr gut mit der neuen Situation zurecht. So weinte er eigentlich nie, frass, trank und schlief so wie er es sollte und beschnupperte fleissig die neue Umgebung. Ich denke, dass das „Heimwehdecheli“ inh sehr bei dieser Veränderung unterstütze.
Charlie schlief die ersten paar Wochen in seiner Box, welche ich oben öffnen konnte, und sie direkt neben meier Seite des Bettes platzierte. Er schlief ab der allerersten Nacht durch und wir mussten bis heute nur ganz wenige Male nachts mit ihm raus. Dafür sind wir natürlich sehr dankbar! Allgemein war er bis jetzt, ausser als er Ende Dezember die Impfung nicht vertrug und eine Woche Durchfall hatte, immer topfit. Essen und trinken waren nie ein Problem, auch Futterumstellungen/-Ergänzungen verträgt er immer super und auch während des Zahnwechsels, welcher übrigens auch absolut problemlos verlief, merkte man ihm keine Veränderungen an. Ausser eines Eckzahns, welcher er immer noch besitzt, fielen die Zähne innert kurzer Zeit alle aus und wurden mit wunderschönen, kräftigen Beisserchen ersetzt. Wegen des einen Milcheckzahns war ich in Abklärung, da er genug Platz im Mund hat,kann man die Situation momentan ohne Bedenken so stehen lassen.

Wir besuchten die Hundeschule anfangs Dezember einmal, fanden dann aber, dass wir ihm dies (noch) nicht zumuten wollen, zu viele Hunde, nicht nach der Grösse, eine Stunde in der Kälte und Nässe, in welcher er trotz Mäntelchen und Bewegung bereits nach 10 Minuten total am zittern war (sicherlich vor Aufregung) und er ja privat genug sozialisiert wird. Ich wollte es alleine mit den Grundlagen der Erziehung versuchen und dachte dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder in der Hundeschule einzusteigen, aber bis jetzt klappt es alleine so gut, dass ich nicht wieder hingegangen bin. Generell liegt die Erziehung in meinen Händen, da er tagtäglich mit mir unterwegs ist, und ich bin extrem dankbar, dass es bei mir bis jetzt so gut klappt! so hat er z.B. sofort begriffen, dass es erst Futter gibt, wenn er sitzt und aufs Kommando „Ässe“ warten muss. Oder wo sein Schlafplatz ist. so dauerte die Umgewöhnung von der geschlossenen Box neben meinem Bett ins offene Körbchen ausserhalb des Schlafzimmers genau eine Nacht, ab der zweiten funktionierte es bereits einwandfrei und er blieb beim ersten Versuch sogleich im besagten Körbchen liegen. Wir waren einmal mehr so stolz! Allgemein dauert es immer sehr kurz, bis er neue Begriffe/Befehle oder Verhaltensweisen lernt, und sein Problemlöseverhalten hat uns schon einige Male in Staunen versetzt. so kriegte er z.B, den Befehl, dass er sein Stöckchen nicht vom Balkon in die Wohnung nehmen durfte. Nach drei bis viel Mal wieder rausbringen, schlossen wir die Balkontüre so knapp, dass nur noch er ohne den breiten Stock Platz hatte reinzukommen. Nicht mit mir, dachte er wohl. legte sich den Stock der Länge nach hin, kam alleine rein und zog ihn von innen durch den schmalen Spalt. Wir wussten nicht ob wir stolz oder „wütend“ sein sollten, weil solche Überlegungen ja eigentlich belohnt werden müssten. 🙂 Dies aber nur ein kleines Beispiel.

Bezüglich Begegnungen mit Menschen und Tieren klappte eigentlich auch alles von Beginn weg sehr gut. So schloss er unsere Familienmitglieder sofort ins Herz, und sie ihn auch. Einzig mit kleinen Kindern (bis so zwei Jahre alt) hatte er anfangs etwas Mühe und bellte sie an. Ich denke aber dies war, weil er deren Koordination nicht wirklich einschätzen konnte. Mittlerweile ist dies aber kein Problem mehr und er mag kleine Kinder sehr gerne, leckt sie ab, spilet mit ihnen und lässt sich ausgiebig „wuschele.“. Seit Beginn weg zeigt er sich immer sehr offen und interessiert gegenüber von anderen Lebewesen, meist wird zwar bei neuen Begegnungen kurz gebellt, danach wird aber fröhlich begrüsst, beschnüffelt und gespielt. Auch zählen ein paar Meerschweinchen, Kaninchen und Katzen zu seinem Freundeskreis, mit welchen manchmal sogar geschmust wird!

Sobald man sein Herz erobert hat, wird man mit einer ausgiebigen „hüpf-quietsch-schleck“-Kombination begrüsst 🙂 Auch Freunde, Familie und Bekannte schlossen Charlie vom ersten Augenblick an ins Herz und so ist er stets überall herzlich willkommen und er würdigt dies stets mit perfektem Benehmen, wenn wir irgendwo auf Besuch sind. Er ist übrigens auch absolut pflegeleicht, wenn er ab und zu mal ein – zwei Tage in die „Ferien“ geht und freut sich immer schon im Auto wenn wir z.B. bei seienm „Gotti“ auf dem Parkplatz einfahren. Apropos Auto, Charlie liebt Autofahren, am liebsten auf dem Schoss des Beifahrers damit er schön zum Fenster rausgucken kann, wenn niemand dabei ist hat er ein Körbchen ebenfalls auf dem Beifahrersitz und er scheint es immer sehr zu geniessen. Er schläft viel, schaut raus, oder guckt mir beim Autofahren zu. 🙂

Stubenrein war er übrigens mit 4.5 Monaten, wobei er die Nächte wie bereits erwähnt schon ab der ersten Nacht trocken verbrachte. Allgemein haben sich seit diesem Alter einige Angewohnheiten zu festigen begonnen. So sitzt er z.B. stundenlang ruhig an der Fensterfront und schaut einfach raus, ohnen einen Wank. Auch begann er dann Plüschtiere (nur solche die grösser sind als er) zu rammeln, dies macht er bis heute. Das ist aber das absolut einzige Verhalten in diese Richtung bis jetzt, sonst haben wir bis jetzt keine Probleme was die Pubertät anbelangt, deswegen steht eine Kastration bis jetzt sicherlich nicht zur Diskussion. Seine guten Gene dürften also gerneweiter gegeben werden…:-)

Charlie ist ein richtiger Mami-Höck, dies erkläre ich mir aber so, weil er den ganzen Tag mit mir verbringt, mich zur Arbeit begleiten darf und ich die Rudelführerin bin. Er ist sooooo verschmust und anhänglich, mag es, stundenlang gekrault zu werden und steht gerne immer und überall im Mittelpunkt. Sobald aber der Befehl „Charlie fertig!“ folgt, schmust er sich an uns und schläft meist schnell ein. Zum Schlafen legt er sich übrigens am liebsten verdreht auf den Rücken. wie dies bequem sein kann bleibt wohl ein Geheimnis. 🙂

Mit ca. 10 Monaten begann er langsam seinen eigenen Willen zu entwickeln, fing an hartnäckig zu werden wenn er etwas wollte, und meldet sich, wenn ihm etwas nicht passte. Er mag es z.B. nicht, wenn man ihn an den Vorderpfötchen festhält, er beginnt dann zu knurren. Hartnäckig ist er vor allem, wenn er spielen will. Dann kann es durchaus vorkommen, dass er uns während 1-2 Stunden immer und immer wieder zum Spieln auffordert , kreativ wir wenn wir nicht darauf eingehen (holt immer wieder andere Spielsachen die er uns dann anbietet). Sein absolutes Lieblingsspielzeug ist übrigens ein Tennisball, welchen wir in eine alte Socke gesteckt haben. Die „teuren“ Spielzeuge lässt er meist links liegen… Am liebsten spielt er „Werfen-Holen“ und „Versteckis“. Bei Zweiterem zeigt er immer sehr viel Ausdauer. Er wartet geduldig, bis wir einen Gegenstand oder auch uns selbst versteckt haben und sucht dann solange bis er stolz das gesuchte Objekt gefunden hat. Ausser seinen eigenen Spielsachen hat er uns übrigens bis heute NICHTS kaputt gemacht, weder etwas angeknabbert noch sonst zerstört. Danke Charlie! Auch sein allererstes Plüschtier, welches wir ihm am Tag seiner Ankunft in die Box gelegt haben, wird gehütet wie sein Augapfel. Er trägt es zwar ab und zu durch die Wohnung, aber abends liegt es dann immer wieder neben ihm zum Schlafen bereit in seinem Körbchen.

Charlie liebt Schnee und auch Regen findet er nach zwei Minuten super und hüpft freudig durch die Pfützen. Auch feuchtes, höheres Gras liebt er, da rennt er eine Runde nach der anderen und hüpft wie ein Reh darin herum. Das ist immer sehr lustig anzusehen. Wasser allgemein scheint, seit er im Frühling schwimmen gelernt hat, sehr sein Element zu sein. Egal ob See, Aare oder Bach, er springt rein, schwadert herum und scheint es immer mit der richtigen Portion Respekt zu geniessen. Da er dadurch oftmals aussieht wie ein kleines Ferkel, vor allem wenn er sich wieder einmal entscheidet eine Matschpütze als Badewanne zu benutzen, bin ich unglaublich dankbar, dass baden/duschen und föhnen kein Problem sind! Und das, obwohl man beim ersten Mal baden (bei einer Wasserhöhe von ca. 4cm) hätte meinen könne, wir wollen ihn ertränken. Zum Glück klappte es dann aber ab dem zweiten Mal bereits einwandfrei. Und auch das anschliessende föhnen wird immer ausgiebig genossen… Übrigens meinte seine Coiffeuse nach dem ersten Besuch (mit ca. 5 Monaten) , sie habe noch nie einen Welpen gehabt, welcher sich beim ersten Besuch so ruhig und entspannt verhielt, er schien sogar ein paar Mal eingenickt zu sein. (Anmerkung der Züchterin: dies ist unser Verdienst, da während der Aufzucht dies alles bereits geübt wird)

Die Sommerzeit ist ja bekanntlich auch die Zeckenzeit, aber wir dürfen sagen, dass er (zumindest diesen Sommer) praktisch kaum zeckenanfällig war. Wir haben ihm anfangs Mai ein Bernsteinhalsband gekauft und er war dann bis Mitte August zeckenfrei. Eine grosse Herausforderung kam dann knapp nach seinem ersten Geburtstag auf ihn zu, wir fuhren mit einer 24-köpfigen Klasse mit ins Klassenlager. Ich bereitete beide Seiten aber gut darauf vor, machte 2-3 Schulbesuche im Voraus, wobei er die Gerüche der Kinder kennenlernte und ich im Gegensatz die Kinder über Hunde allgemein und Charlie informierte. Plan B war, falls es nicht klappen sollte, dass er zum Gotti in die Ferien kann während wir das Lager zu Ende führen. Was soll ich sagen, es lief absolut perfekt, er liebte die Kinder, die Kinder liebten ihn. Er tobte mit ihnen draussen herum, war fast immer dabei, ich gönnte ihm alle paar Stunden eine Pause in seiner Box, danach wurde wieder rumgetobt und abends „musste“ er immer mit auf die Abendrunde durch alle Zimmer und durfte bei jedem Kinde aufs Bett um gute Nacht zu sagen. Eine wunderbare Erfahrung für alle Beteiligten!

Charlie ist ein absoluter Traumhund! Wir haben so ein Glück mit ihm! Und er wickelt Daniel tagtäglich um den Finger und ich finde es immer wunderschön zu sehen sie die zwei miteinander umgehen. Daniel hatte ja absolut keine Erfahrung mit Hunden und ist allgemein eher pingeliger Natur, aber bei Charlie lässt er praktisch alle Vorsätze fallen und ich finde auch die Veränderung, die Daniel dank Charlie gemacht hat wunderbar! So hat es Charlie sogar geschafft, dass er am Wochenende morgens zum „Papi“ ins Bett darf, sich ankuschelt und dann mit uns zusammen ausschläft. Vor einem Jahr hätte ich mir dieses Bild nie im Leben vorstellen können und es erfüllt mich jedesmal mit soviel Glück und Liebe, wenn ich die zwei so zusammen erleben darf.

Ihr seht, liebe Monika und lieber Steffi, ihr habt unser Leben durch euren Entscheid unglaublich geprägt und bereichert und wir können uns ein Leben ohne unseren kleinen Wirbelwind nicht mehr vorstellen. Unsere Dankbarkeit können wir kaum in Worte fassen, aber ich glaube, ihr versteht uns. Trotzdem, aus tiefstem Herzen ein riesiges Dankeschön für euer Vertrauen in uns. Und das alles, obwohl unser erstes Telefonat absolut unverbindlich verlief und ich mich nur allgemein erkundigen wollte, ob irgendwann ein Kennenlernen möglich wäre. Unglaublich, aber genau so musste es wohl kommen! Und wir freuen uns auf alles was noch kommt! Als nächstes steht zu Beginn des neuen Jahres ein Umzug an, bei welchem ich mir sicher bin, dass Charlie sich sicher auch sehr schnell einleben wird. Zumal er dann noch viel mehr Platz zum rumtoben haben wird. 🙂