Evelyne Saxer mit Kaba

Hau – Trauf – Ab – Durch – Die Büsche – Schatz

Kaba     Kabi -Bubi – Baba

Er bereichert seit dem 07.09.2018 meine Gedanken, mein Herz und meine Träume.

Am 18.11.2018 wackelte Kaba ganz mutig (nach der langen Autofahrt von Känerkinden ins Wallis) durch die Haustüre, in die Küche meines Bauernhauses. Annarösli (16-jährige Hauskatze) begrüsste ihn, wie wenn er schon immer bei uns gewohnt hätte. Samisi (14-jähriger Hauskater) stupste ihn am Kopf und schien zu sagen: „na Kumpel, wie gehts?“ Der einzige, der den Kopf immer weiter hängen liess war Xaludimka (Löwchenrüde inzwischen 4-jährig). Er schien zu ahnen, dass dieser neue Hausbewohner nicht nur zu Besuch bei uns war. Kaba wollte von Anfang an alles mit Xaludimka und Harley gemeinsam machen., Er wollte auch gar nicht ins Tragetuch. Er wollte spazieren – und mit den Grossen auf Entdeckungstouren gehen, am liebsten den ganzen Tag lan. Also machten wir in den ersten Wochen 10-minütige Spaziergänge x-Mal am Tag.

Harley (Havi-Rüde inzwischen 2 1/2-jährig) fand den neuen Hausbewohner cool. Er versuchte vom ersten Moment mit Kaba in Kontakt zu kommen, bemerkte aber feinfühlig wie er ist, die Ablehnung von Xaludimka. Harley wollte von mir das O.K. und ich ermunterte ihn mit Kaba zu spielen und dann ging es los. Beide Hunde mögen sich sehr und Harley, der Schüchterne, der Zurückhaltende ist an Kaba „ein ganz grosses Stück“ gewachsen.

Jedoch bereitete mir das geradezu feindselige Verhalten von Xaludimka gegenüber Kaba grosse Sorge. Xalu ist sonst ein sehr sozialer Hund, geradezu liebenswürdig. Dann in der zweiten Woche brachte ich Harley und Kaba rüber zu meiner Mutter. Beide Hunde finden das fast 90-jährige Grosi toll. Mit Xaludimka fuhr ich ins ins Saartal Richtung Mattmarkstaudamm. Wir beide machten dort einen 2-stündigen wunderschönen Spaziergang mit Knuddelpausen. Die letzten paar Meter zurück zum Auto habe ich Xaludimka getragen und ihm die allerliebsten Sachen ins Ohr geflüstert. Nur so viel sei verraten: er wäre immer meine Nummer 1 und der Chef im Hunde-Trio…. und siehe da, am Abend durfte dann Kaba neben Xaludimkas Körbchen liegen und dann ging es von Tag zu Tag bergauf. Kaba eroberte den Hundechef mit seinem Mut und seinem Charme. Die drei wurden zu unzertrennlichen Freunden. Heute ist es Harlex, der zwischendurch mal die Grenzen setzt. Wenn es zu arg zu und her geht, zieht Harlex schon mal an Kabas Ohren und findet „jetzt reichts“, denn Kaba ist für jeden Blödsinn, zusammen mit Xalu, zu haben. Im Abhauen sind beide grosse Klasse!

Eine absolute Lieblingsbeschäftigung von Kaba ist das Essen. Wenn ich für die Hunde koche, schaut mir Kaba ganz hingebungsvll zu und steht dann sein Napf vor ihm vergisst er alles. Mit 6 Monaten wog er schon 300g mehr als Harlex mit 2 Jahren und 2 Monaten.

Kaba ist ein mutiger, fröhlicher und verspielter Hund der auch gerne schmust. In der Nacht schläft er neben meinem Kopfkissen und zwar so, dass sein Rücken an meinem Arm anliegt… und wenn er dann schläft, schnarcht er laut!! Harley ist dann etwas betupft, denn er findet nächtliche Zwischengeräusche unnötig. Kaba ist auch ein unglaublicher Wachhung (wehe ihr Einbrecher) ihm entgeht nichts. Sogar die Kirchenglocken, welche den Sonntag und die Messe einläuten, werden energisch verbellt, wenn man Kaba machen lässt. Er steht dann majestätisch auf dem Berg und bellt ins Tal.

Als ich vor einem Jahr die Geburtsföteli vom K-Wurf anschaute, habe ich mich unsterblich in Kaba verliebt und ich habe fest darauf gehofft, dass er zu mir ins Wallis kommen kann. Nun ist ein Jahr vergangen und ich möchte keinen Tag mit Kaba missen. Er ist ein kleveres Kerlchen mit seinen eigenen Mödeli: am Morgen will er von mir die Treppe vom 1. Stock runtergetragen werden. Beim Grosi hopst er vom Stuhl auf den Tisch und schaut dann zum Fenster des Nähzimmers hinaus und schaut den Ziegen auf der Weide zu. Wenn man ihn dann fragt: was er denn da macht, stellt er sich auf die Hinterbeine und wackelt mit dem Po und dann verteilt er Küsschen. Er findet es bequem auf dem Rücken zu liegen und langsam hin und her zu schaukeln.

Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich mich bei euch gemeldet um den Wunsch/Entschluss eines dritten Hundes, also eines zweiten Havis, rückgängig zu machen, da ich nicht wusste, wie meine bevorstehende Hirnoperation ausgehen würde. Ich war sehr traurig! Du und Stefan haben mich sehr ermuntert, diesen Schritt gerade deshalb und trotzdem zu machen um Kraft, Mut und Hoffnung auf einen guten Verlauf der OP nicht zu verlieren. Wie wahr! Vor dem Eingriff durfte ich die Föteli vom K-Wurf noch sehen und dann gings in die Narkose…

Nun ist ein Jahr vergangen und ich bin glücklich und dankbar, dass ihr beide mir Kaba anvertraut habt.

Herzlichst  Evelyne Saxer